Ein Berner namens Schaltenbrand

begab sich an die Eigerwand,
zu sehn, obs ihm gelingen könnte,
dass er den Berg bezwingen könnte.

Er schlug den ersten Haken ein
und setzte langsam Bein vor Bein
und war schon zwanzig Meter weit,
als ihm mit grosser Heftigkeit
drei Steine auf den Schädel prallten.

Herr Schaltenbrand war ungehalten;
er rieb sich seines Kopfes Haut
und sagte vorwurfsvoll und laut:
«Was sy ächt das für tonners Löhle,
wo settig Chempen achetröhle?
Es tüecht mi fasch, das syge Rueche…
– Da gahni gschyder gar nid ueche!»

Ach! hätte jeder Eigerwand-
besteiger Schaltenbrands Verstand!


Ueli der Schreiber, 1961

Erschienen in…

Buchcover 1. Band

Themen

Ein Berner namens…
Erhalt des literarischen Werks Ueli des Schreibers